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Frühstücken! - Die erste Mahlzeit des Tages ist wichtig, da sie Körper und Geist mit Nährstoffen versorgt und die Speicher wieder füllt. 

Betrachtet man das englische Wort für Frühstück "breakfast", so zeigt dieses Wort den Zweck des Frühstücks an, nämlich "breaking the fast after sleeping at night time", auf deutsch "das Fasten der Nachtruhe brechen".
Viele Menschen essen zwischen dem Abendessen und dem Frühstück am folgenden Tag über zwölf Stunden lang nicht – in diesem Zeitraum fällt der Energielevel ab. Die erste Mahlzeit des Tages fördert sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit:

  • Das Frühstück trägt dazu bei, dass sich die Qualität der täglichen Ernährung verbessert, der Stoffwechsel in Balance bleibt und die geistige Leistung über den gesamten Tag gefördert wird. Diese Vorteile haben sowohl kurz- wie langfristige positive Effekte auf die Gesundheit. Das tägliche Frühstück geht einher mit einer insgesamt gesunden Lebensweise, wohingegen das Auslassen des Frühstücks negative Zusammenhänge mit ungesundem Lebensstil hat. (3)
  • In dem 2008 veröffentlichten Bericht der Universität von Edinburgh und der WHO heißt es: “Ein regelmäßiges Frühstück ist Teil eines gesunden Ernährungsplans, der als wesentlicher Faktor eines insgesamt gesunden Lebensstils angesehen wird. Das Frühstück trägt zu Qualität und Quantität der täglichen Ernährung eines Menschen bei. Der Frühstücksverzicht wird in zahlreichen Studien mit nicht ausgewogener Ernährung in Verbindung gebracht. (4)
  • Gemäß der Italienischen Gesellschaft für Ernährung ist bei regelmäßigem Konsum eines Frühstücks (das rund 15 bis 20 Prozent der Kalorienaufnahme eines Tages ausmacht) die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch die Richtwerte für die empfohlene Tageszufuhr von Mikronährstoffen erreicht werden. Parallel sinkt mit regelmäßigem Frühstück das Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Die entsprechenden Risikofaktoren scheinen durch die Nahrungsaufnahme am Morgen kontrolliert zu werden. (5)
  • Weitere Studien zeigen, dass Menschen, die frühstücken, eine insgesamt ausgewogenere Lebensweise verfolgen, sie essen zum Beispiel mehr Obst und Gemüse, nehmen mehr essentielle Nährstoffe auf und bewegen sich körperlich mehr. (6)
  • Personen, die frühstücken, sind eher schlanker als Personen, die 
    das Frühstück auslassen.
  • Frühstücken fördert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Was Sie zum Frühstück essen, kann Ihre Stimmung, Ihre körperliche
    und mentale Leistung, Ihr Gewicht und Ihre allgemeine und langfristige Gesundheit beeinflussen.
  • Das Frühstück ist für aktive Menschen, die viel Energie, viele Vitamine 
    und Mineralstoffe benötigen, von besonderer Bedeutung. Mit einem 
    Frühstück kann die mentale Wachheit und die körperliche Leistung verbessert werden. 
  • Das Frühstück ist darüber hinaus eine gute Gelegenheit, im 
    Familienkreis zusammenzukommen; und tatsächlich nehmen 
    Kinder, die zusammen mit ihren Eltern am Morgen frühstücken, mehr Nährstoffe zu sich. Wer ein nahrhaftes Frühstück isst und das von 
    Kindheit an lernt, der entwickelt gute Essgewohnheiten, die er ein 
    Leben lang bewahren wird.

Quellen:
3 - Vereecken C. Breakfast consumption and its socio-demographic and lifestyle correlates in schoolchildren in 41 countries participating in the HBSC study Int J. Public Health 54 (2009) S180-S190
4 - Currie C, Nic Gabhainn S, Godeau E, Roberts C, Smith R, Currie D, Pickett W, Richter M, Morgan A & Barnekow V (eds.) (2008). International Report: Inequalities in Young People's Health. HBSC international report from the 2005/06 Survey. Health Policy for Children and Adolescents, No. 5, WHO Regional Office for Europe, Copenhagen, Denmark.
5 - Franca Marangoni, Andrea Poli, Carlo Agostoni, Pasquale Di Pietro, Claudio Cricelli, Ovidio Brignoli, Giuseppe Fatati, Marcello Giovannini, Enrica Riva, Giuseppe Marelli, Marisa Porrini, Carlo Maria Rotella, Giuseppe Mele, Lorenzo Iughetti, Rodolfo Paoletti (2009). A consensus document on the role of breakfast in the attainment and maintenance of health and wellness. ACTA BIOMED 2009; 80: 166-17
6 - Vereecken C, Dupuy M, Rasmussen M et al. (2009). Breakfast consumption and its socio-demographic and lifestyle correlates in schoolchildren in 41 countries participating in the HBSC study. International Journal of Public Health 54:S180-S190.

 

Ein gutes Frühstück sorgt für

Mehr essenzielle Nähr- und Ballaststoffe
Untersuchungen zeigen, dass die Nährstoffzufuhr, wenn sie nicht mit dem Frühstück erfolgt, mit den anderen Mahlzeiten des Tages nicht ausgeglichen wird.

Bessere Appetitkontrolle
Das Frühstück unterstützt dabei, den Blutzuckerspiegel, der Appetit und Energie steuert, zu stabilisieren. Menschen, die frühstücken, haben im Tagesverlauf weniger Hunger und nehmen weniger Nahrung zu sich.

Niedrigeren Body Mass Index
Die Einnahme eines Frühstücks wird mit einer geringeren Quote von Übergewicht und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht. Daten aus den USA zeigen, dass Kinder und Erwachsene, die ein Frühstück zu sich nehmen, ein gesünderes Körpergewicht haben als Nicht-Frühstücker. Diese Angaben werden durch ähnliche Erkenntnisse in Europa gestützt: Eine französische Studie zeigt, dass fettleibige und übergewichtige Kinder weniger zum Frühstück essen aber mehr zum Abendessen als ihre schlankeren Altersgenossen. In einer finnischen Studie mit sechzehnjährigen Kindern und ihren Eltern, die das Frühstück auslassen, wird ein höherer BMI aufgezeigt. Insgesamt gesehen tendieren Verbraucher, die zum Frühstück Cerealien essen, zu einer schlankeren Figur und einem niedrigeren Body Mass Index als Personen, die keine Cerealien verzehren.

Höhere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
Nicht zu frühstücken ist besonders bei Kindern besorgniserregend, denn das Frühstück unterstützt eine verbesserte Konzentration in der Schule. Untersuchungen zeigen, dass Kinder, die nicht frühstücken, bei der Bearbeitung von Problemlösungsprozessen nicht so effizient arbeiten wie diejenigen, die gefrühstückt haben. Die Einnahme eines Frühstücks hilft Kindern, in der Schule sowohl bei logischen als auch bei kreativen Aufgaben bessere Leistungen zu erbringen.