ceralie


Die Deutschen Cerealienhersteller bieten eine Vielzahl von Cerealienprodukten, die sich an den Wünschen der Verbraucher orientiert. Diese Vielfalt spiegelt sich bei den Produkttypen, bei den verwendeten Zutaten sowie im Gehalt der Inhalts- bzw. Nährstoffe wider. Bei dem breiten Angebot kann jeder Verbraucher das Cerealienprodukt finden, das seinen Bedürfnissen und seinem Geschmack entspricht.

Die Nährstoffe im Einzelnen:

Kohlenhydrate und Zucker
Vollkorn und Ballaststoffe
Vitamine und Mineralstoffe

Fett
Salz

Hohe Dichte an Nährstoffen aber nicht an Energie / Kalorien

 

Kohlenhydrate und Zucker

Cerealien versorgen den Körper mit Kohlenhydraten, mit Ballaststoffen und mit Mikronährstoffen, wie z. B. Vitamin B1 und Folsäure sowie Eisen und Magnesium. Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energielieferanten für den Menschen. Um eine hohe Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit zu ermöglichen, müssen insbesondere zum Frühstück, der ersten Mahlzeit des Tages, die Kohlenhydratspeicher im Körper wieder aufgefüllt werden. Frühstückscerealien eignen sich dafür aufgrund ihres Hauptbestandteils Getreide und ihres dadurch hohen Kohlenhydratgehalts besonders. 

Eingeteilt werden die Kohlenhydrate in drei verschiedene Gruppen:

Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) gehören zu den so genannten Einfachzuckern. Ihnen gemeinsam ist der süße Geschmack. Einfachzucker gelangen sofort in die Blutbahn und sind daher im Organismus sehr schnell verfügbar.

Saccharose (Haushaltszucker), Maltose (Malzzucker) oder Laktose (Milchzucker) sind - ebenfalls süß schmeckende - Mehrfachzucker. Sie setzen sich aus zwei oder mehr Einfachzuckern zusammen. Haushaltszucker besteht zum Beispiel aus Fruktose und Glukose. Mehrfachzucker können vom Körper rasch in ihre Bausteine zerlegt werden und gelangen damit relativ schnell ins Blut und zu Gehirn und Muskeln. 

Stärke, Pektin und Cellulose sind Beispiele für Vielfachzucker. Sie werden aufgrund der längeren und verzweigten Ketten aus Zuckerbausteinen im Körper langsamer in ihre einzelnen Bausteine zerlegt. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel relativ langsam und kontinuierlich an, die Energiebereitstellung ist von längerer Dauer. Vielfachzucker unterscheiden sich von Einfach- und Mehrfachzuckern auch dadurch, dass sie nicht süß schmecken.

In den verschiedenen Cerealienvarianten sind die Zuckeranteile aufgrund der vielfältigen Zutaten sehr unterschiedlich. Für ausführlichere Informationen zu diesem Thema bitte hier klicken.

Vollkorn und Ballaststoffe

Die Vielfalt bei den Cerealienprodukten ist groß und im breiten Cerealienangebot gibt es Produkte mit unterschiedlich hohen Anteilen an Vollkorngetreide und unterschiedlich hohen Anteilen an Ballaststoffen. Verbraucher, die auf Vollkornprodukte Wert legen, finden im breiten Angebot Cerealienvarianten, die diesem Anspruch gerecht werden.  

Der Vollkornanteil liegt bei zahlreichen Cerealienprodukten zwischen 50 und 70 Prozent, bei einigen Produkten auch darüber. Viele Cerealienerzeugnisse stellen daher eine gute Vollkornbasis in einem ausgewogenen Ernährungsplan dar. Der durchschnittliche Ballaststoffanteil im gesamten Cerealiensortiment liegt zwischen 3 und 10 Prozent. Einige Produktvarianten haben einen Ballaststoffgehalt von bis zu 27 Prozent.

 „Vollkorn“ bedeutet, dass alle Bestandteile des Getreidekorns mit verarbeitet wurden: der Mehlkörper im Korninneren, die ihn umgebenden Randschichten und der Keimling. Vor allem Keimling und Randschichten enthalten wertvolle Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Bei Vollkorncerealien bzw. Cerealien mit einem hohen Gehalt an Vollkorngetreide ist der Ballaststoffanteil entsprechend höher.

Den genauen Ballaststoffgehalt kann der Verbraucher der Nährwerttabelle auf der Verpackung entnehmen, er ist meist sowohl pro 100 Gramm als auch pro Verzehrportion angegeben. Darüber hinaus ist in der Zutatenliste die Information zu finden, ob ein Produkt Vollkorngetreide enthält, in der Regel wird auch die entsprechende Menge angegeben. Der Verbraucher kann so entscheiden, welche Cerealien seine Bedürfnisse am besten erfüllen. Für weitere Informationen zu diesem Thema bitte hier klicken.

Vitamine und Mineralstoffe

Einige Getreide, wie zum Beispiel Hafer, haben einen hohen Anteil an essenziellen B-Vitaminen. Zahlreiche Frühstückscerealien sind darüber hinaus mit anderen essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen, z. B. Eisen, angereichert, was Konsumenten helfen kann, die RDA´s* zu erreichen. Die Anreicherung von Frühstückscerealien basiert auf Empfehlungen der Ernährungswissenschaft, dass das Frühstück 20 bis 25 Prozent des täglichen Nährstoffbedarfs decken sollte. In der NVS II (Nationale Verzehrstudie) wurde festgestellt, dass die Deutschen im Rahmen ihrer Ernährung bei verschiedenen Mikronährstoffen unter der empfohlenen Tageszufuhr liegen, so zum Beispiel bei Vitamin D und Folsäure; ein Drittel der Männer auch bei Vitamin C. Frauen zwischen 14 und 50 Jahren bleiben bei dem Spurenelement Eisen bis zu 50 Prozent unter der empfohlenen Tageszufuhr von 14 mg. Analoge Fakten zur Unterversorgung (bei Folsäure, Eisen, Jod, Calcium) bestätigt der Ernährungsbericht 2012 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Je nach Lebensstil und individueller Ernährungsweise kann es für bestimmte Verbrauchergruppen empfehlenswert und praktisch sein, angereicherte Cerealienprodukte zu verzehren. Auf dem Markt existieren angereicherte und nicht angereicherte Produkte; so profitiert der Verbraucher von der Vielfalt, aus der er das für ihn passendste Produkt auswählen kann. 

Da Frühstückscerealien gesteigerten Milchkonsum nach sich ziehen, stellen sie ein gutes Mittel dar, um bei Kindern und Erwachsenen für eine ausreichende Zufuhr von Calcium zu sorgen.

*RDA: Recommended Daily Allowance: von der EU in einer Richtlinie festgelegte Werte von Vitaminen und Mineralstoffen, die ein Mensch durchschnittlich pro Tag zu sich nehmen sollte, um seinen Bedarf zu decken.

Fett

Cerealien bestehen zu mehr als 50 Prozent aus Getreide. Der natürliche Fettgehalt von Getreide ist relativ gering, so dass Frühstückscerealien ebenfalls einen geringen Fettgehalt aufweisen. Darüber hinaus handelt es sich bei den Fettstoffen um natürliche ungesättigte Fettsäuren, die für den Zellaufbau im Körper wichtig sind und die Blutfettwerte sowie den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen. Zahlreiche Cerealienprodukte enthalten neben dem Getreide Zutaten mit einem höheren Fettgehalt, wie z. B. Nüsse, Ölsaaten oder Schokolade. Auch das Herstellungsverfahren des Backens, wie beispielsweise bei Knuspermüslis, führt zu einem höheren Fettanteil.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, maximal 70 Gramm Fett am Tag (bei 2000 kcal) aufzunehmen. Auch in der EU-Lebensmittelinformations-verordnung, die für die Verpackungskennzeichnung maßgebend ist, ist dieser Wert als Referenzmenge festgeschrieben.

Der Beitrag einer Portion Cerealien mit Milch an diesem Richtwert beträgt zwischen 3 und 13 Prozent. Der Vergleich mit anderen Frühstücksvarianten zeigt, dass eine Portion Cerealien tendenziell einen geringeren Fettanteil hat:

Eine Portion Knuspermüsli (45 Gramm) mit fettarmer Milch (125 ml) – eines der Cerealienprodukte mit einem höheren Fettgehalt – enthält mit 9,3 Gramm weniger Fett als ein halbes Weißmehlbrötchen mit Butter und Marmelade (12 Gramm Fett) oder eine Scheibe Weizenvollkornbrot mit Butter und Fleischwurst (21 Gramm Fett).

Deutlicher zeigt sich der Unterschied bei Cornflakes oder Früchtemüslis: Eine Portion Cornflakes (30 Gramm) mit fettarmer Milch enthält 2,3 Gramm Fett, eine Portion Früchtemüsli (45 Gramm) mit fettarmer Milch 5 Gramm Fett.

Wer bei seiner morgendlichen Cerealienportion besonders auf den Fettgehalt achten möchte, kann durch die Verwendung von fettreduzierter Milch (1,5 %) oder fettreduziertem Joghurt statt Vollmilcherzeugnissen (mit 3,5 % Fett) den Fettverzehr weiter herunterschrauben.

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Salz

Cerealien haben einen eher geringen Salzgehalt. Alle Cerealienprodukte bleiben im Salzgehalt unter 1 Gramm auf 100 Gramm Produkt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, maximal 6 Gramm Salz pro Tag aufzunehmen.

Dass Cerealien nur mit einem geringen Anteil zur Salzaufnahme beitragen, zeigen Verzehrstudien wie die NVS II (1) oder EsKiMo (2):

Eine (gemäß Verpackung empfohlene Portion) Cerealien mit Milch macht bei weiblichen Erwachsenen (14 bis 80 Jahre) zwischen 3 und 8 Prozent der durchschnittlichen täglichen Salzaufnahme von 6,3 Gramm aus (NVS II). Bei Kindern (6 bis 17 Jahre) liegt die Salzaufnahme durch Cerealien zwischen 2,6 und 5,2 Prozent (EsKiMo).

In Relation zum gesamten Salzverbrauch in Deutschland, der bei ca. 2,7 Kilogramm pro Kopf und Jahr liegt, macht das Salz aus dem gesamten jährlichen Cerealienverzehr in Deutschland an dieser Gesamtmenge lediglich 0,7 Prozent aus.

Vergleicht man das Cerealienfrühstück mit anderen Frühstücksvarianten, so zeigt sich, dass der Verzehr von Cerealien in einem geringeren Maß zum Salzkonsum beiträgt als beispielsweise klassische Marmeladen- und Käsebrote:

Eine Portion Müsli (45 Gramm) mit fettarmer Milch (125 ml) enthält rund 0,25 Gramm Salz – ebenso viel Salz enthält bereits ein halbes Brötchen ganz ohne Belag (0,325 Gramm). Eine Portion Cornflakes (30 Gramm) mit fettarmer Milch enthält 0,5 bis 0,7 Gramm Salz. Die meisten Knuspermüslis und andere knusprige Cerealien liegen pro Portion mit Milch zwischen 0,2 und 0,5 Gramm Salz. Eine Scheibe Roggenvollkornbrot mit Butter und Schnittkäse (45 % Fett) enthält 0,9 Gramm Salz. Ein halbes Weißmehlbrötchen mit Butter und Honig enthält 0,3 Gramm Salz.

(1) Nationale Verzehrsstudie II, bundesweite Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen, im Auftrag des BMELV, 2008.

(2) EsKiMo, das Ernährungsmodul in KiGGS, der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, im Auftrag von BMELV / BMG, 2007. Die Salzaufnahme wurde anhand des in der Studie erfassten Cerealienkonsums mit 1,25 g Salz pro 100 g Cerealienprodukt berechnet.

Hohe Dichte an Nährstoffen aber nicht an Kalorien

Frühstückscerealien sind Nahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte – dabei haben sie jedoch einen eher geringen Brennwert, d. h. geringen Kaloriengehalt. Sie liefern somit einen maßgeblichen Beitrag zur täglichen Zufuhr von lebenswichtigen Nährstoffen.

Im Durchschnitt enthält eine Cerealienportion mit Milch zwischen 170 und 260 Kilokalorien. Damit trägt die Cerealienportion zu weniger als 15 Prozent zur empfohlenen Tageskalorienzufuhr von 2000 kcal* bei. Gemessen daran, dass das Frühstück unter allen Tagesmahlzeiten eine bedeutende Stellung einnimmt und rund 20 bis 25 Prozent der Energie und der Nährstoffe liefern sollte, bewegt sich der Anteil der Cerealien – mit durchschnittlich weniger als 15 Prozent am Energiereferenzwert – in einem ernährungsphysiologisch vertretbaren Rahmen. Wie bei den Nährstoffen variiert der Brennwert je nach Produkttyp und Zutaten. 

*Der Wert bei basiert auf dem durchschnittlichen Bedarf einer erwachsenen Frau, Schwankungen aufgrund von Alter, Gewicht und körperlicher Aktivität sind nicht berücksichtigt.

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