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Was versteht man unter Frühstückscerealien?
Das Wort Cerealien stammt von dem lateinischen Namen der römischen Göttin des Ackerbaus mit Namen Ceres ab.

Cerealien bedeutet demnach Getreide bzw. Produkte aus Getreide; im Laufe der Entwicklung wurde der Begriff auf für das Frühstück bestimmte Produkte fokussiert, daraus ist dann der Begriff „Frühstückscerealien“ entstanden, auch in der englischen Sprache gängig als „breakfast cereals“.
Das erste industriell hergestellte Frühstücksgetreideprodukt sind die bekannten Cornflakes aus Mais. In den letzten rund 30 Jahren hat die Nahrungsmittelindustrie viel in Forschung und Entwicklung auf Getreidebasis investiert und zahlreiche innovative Produkte auf den Markt gebracht. Diese sind natürlich in der Zwischenzeit sehr häufig mit weiteren Zutaten kombiniert. Zur besseren Nährstoffversorgung der Verbraucher sind bei einigen Produkten auch bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe zugesetzt.

Müsli

Müslis sind eine Mischung von unterschiedlichen Produkten und Zutaten, die als solche im Müsli „eigenständig“ erhalten bleiben. Ein Müsli besteht
  1.aus einer oder mehreren Getreidearten (die unterschiedlich
     zubereitet sein können, z. B. als Flocken oder geschrotet),
  2.aus Früchten (z. B. Trockenfrüchte)
  3.und aus Ölsaaten (z. B. Nüsse).
Für Müslis können zum Beispiel die Getreidearten Hafer, Weizen, Roggen, Gerste und Reis verwendet werden.

Als Ursprung aller Müslis gilt übrigens das bekannte Bircher Müsli aus der Schweiz, das aber in seiner Originalrezeptur als Apfeldiätspeise konzipiert war und nur aus Haferflocken, Äpfeln, Wasser, Kondensmilch, Zitronensaft und ein paar geriebenen Haselnüssen oder Mandeln bestand. Der Schweizer Originalbezeichnung wird übrigens Müesli geschrieben, was die Verkleinerungsform von Mues ist, also ein kleines Mus.

Traditionelle Cerealien

Traditionelle Cerealien werden in unterschiedlichen Produktionsverfahren hergestellt; dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten, das Getreide mit anderen Zutaten zu verfeinern.

Gewalzte und geröstete Produkte
Die (zu Grütze) zerkleinerten oder ganzen Getreidekörner werden gekocht, danach gewalzt und anschließend durch Rösten getrocknet. So erhält man die Flockenform, der bekannte englische Begriff ist flakes.

Extrudierte Produkte
Beim Herstellungsverfahren durch Extrusion wird aus zerkleinerten Getreidekörnern ein wasserhaltiger Teig gekocht und anschließend unter Druck in eine Verdichtungsschnecke (vergleichbar mit einem Fleischwolf) gepresst. Beim Pressen werden unterschiedliche Formen zur Formgebung der Produkte eingesetzt. Beim Austritt verdampft das Wasser, das Produkt erstarrt. So erhält man haltbare, knackige Produkte, die mit Flüssigkeit gemischt weich werden. Bei manchen Prozessen wird das Produkt anschließend noch geröstet.
Früchte, Nüsse u. ä. können bei diesem Herstellungsverfahren bereits dem Teig zugegeben werden. Die Kreativität bei den Formen ist groß: Ringe, Kissen, Bälle u. v. m.

Gepuffte Produkte
Beim sogenannten direkten Puffen werden die ganzen Getreidekörner in einem heißen Behälter heißem Dampf und hohem Druck ausgesetzt. Durch plötzlichen Druckabfall verdampft das in den Körnern enthaltene Wasser und die Stärke wandelt sich um. Das Korn bläht sich auf und es kommt zur Vergrößerung.
Beim indirekten Puffen verwendet man gemahlenes Getreide. Dieses wird gekocht, mit anderen Zutaten, wie Süßungsmitteln und Aromastoffen, vermischt und dann gepufft. Diese gepufften Produkte sehen nicht wie überdimensionale Getreidekörner aus, sondern können die verschiedensten Formen annehmen.
Sie können auch mit Honig oder Schokolade überzogen werden.

Geschredderte Produkte
Schreddern klingt zunächst einmal nach Papiervernichtung, bei der Papierbögen in Streifen geschnitten werden. Dies ist das Prinzip, das man sich bei dieser Form der Cerealienherstellung zunutze macht.
Beim „Schreddern“ werden die gekochten Getreidekörner bzw. ein Brei aus Getreidemehl zwischen zwei Walzen in Streifen umgeformt und anschließend in mehreren Lagen übereinander gefaltet. Es entstehen sogenannte „Kissen“, die geschnitten und anschließend gebacken werden.

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